Wir wissen nichts, und das ist gut so – Akzeptanz

Meine letzten Worte als Schülerin im Abi-Buch 2015 waren folgende:

„Die Frage nach dem Leben und der Existenz uns allen Erfassbarem ist so allumfassend und tiefgründig und wir müssen uns letztendlich eingestehen, nicht zu wissen, warum alles so ist, wie es ist. Somit sollten wir uns selbst und das Leben nicht zu ernst nehmen, und den Sorgen und Ängsten entkommen, die uns daran hindern, frei und lebendig zu sein. Wir sollen in Frieden miteinander leben und glücklich sein.“

Das Warum hinter dem Warum

Ich wollte mit meinen letzten Worten auf den „Ursprung hinter dem Ursprung“ hinaus. Jeder, du sicher auch, hat eine Vorstellung davon, wie alles entstanden ist, ob religiös oder rein quantenphysikalisch begründet, spielt hier keine Rolle. Wie ist alles entstanden? Das gesamte Universum, die Planeten, unsere Erde, die Berge, die Sterne, das Licht, die Liebe, die Menschen, Emotionen, jedes einzelne Molekül…

Sag mir: WIE ist das alles entstanden? – Du hast ein Konzept? – in Ordnung. Und jetzt beantworte: WARUM ist das alles entstanden? – hast du auch hier ein Konzept? – in Ordnung. Und jetzt sag: WARUM ist das alles WARUM entstanden? – und hier würde jeder Mensch scheitern. Dieses Wissen ist nicht für den Menschen bestimmt.

Niemals

Wir könnten noch so viel nachforschen, wir würden NIEMALS wissen, was der Grund dafür ist, dass dieser universelle Plan überhaupt erstellt wurde: Ein Gläubiger mag behaupten, eine göttliche Macht habe alles nach Plan kreiert, mit dem Ziel, den geschaffenen Menschen zu testen. Doch warum? Ein Atheist mag behaupten, ein Urknall habe alles herbeigeführt, und nun ist alles so, wie es ist. Doch warum? Was war vor Gott? War da überhaupt was? Wir wissen es nicht! Was war vor dem Urknall? Wir wissen es nicht! Und wenn deine Antwort NICHTS ist, also das NICHTS vor Gott da war, dass NICHTS vor dem Urknall da war.. was war dann dieses NICHTS ? Was war vor diesem NICHTS? Dann muss doch dieses NICHTS auch etwas gewesen sein, aus dem etwas entstehen kann.

Fragen über Fragen, der Mensch kann nur klagen..

Und ich will auf eins hinaus… es reicht vollkommen, sich einmal in seinem Leben solche Fragen zu stellen, um sensibler für unser Universum (was eventuell nicht das einzige ist) und unser Sein zu werden. Doch versetzt man sich zu sehr hinein, wie ich vor ein paar Jahren, dann raubt das alle Lebenslust, da man verzweifelt und schließlich keinen SINN mehr in seinem Sein sieht.

Akzeptanz

Die einzige Lösung ist da Akzeptanz! Wir müssen akzeptieren, dass wir nicht allwissend sind, dass es Geheimnisse gibt, die uns als Menschen nun mal enthalten bleiben. Und weißt du was, das ist sogar gut so…

Stell dir mal vor,

wir wüssten alles, wir wüssten ganz genau, was der Ursprung hinter dem Ursprung ist, warum wir leben und was genau unsere Bestimmung ist…, dann gäbe es doch keinen Grund mehr zu leben. Das Leben wäre nicht lebenswert bzw. uninteressant, wir wären einzige Maschinen, die lediglich ihre feste Bestimmung erfüllten, in dem Wissen, was genau uns nach unserem Tod erwartet.

Nicht zu wissen, woher genau wir und alles kommen, wohin genau wir und alles gehen! Das ist doch der Reiz!  Aus Unwissenheit zu handeln, aus Unwissenheit zu leben und zu lieben! Ein guter Mensch zu sein und sich immer weiterzuentwickeln, ohne genau zu wissen, warum und wohin es führt.

Der Sinn des Leben ist es, dem Leben einen Sinn zu geben

( Ein Video zum Sinn des Lebens, von meinem Bruder: https://www.youtube.com/watch?v=FSc1JixIzlE )

Genau deshalb gibst du deinem Leben einen Sinn, es ist dein Leben, du weißt nicht alles, ich auch nicht, niemand. Und genau das verbindet uns alle. Lasst uns auf das konzentrieren, von dem wir wissen, dass es gut ist. Lasst uns auf das konzentrieren, was uns alle erfüllt und weiterbringt. Wir machen das Leben erst zum Leben…

Deine Milana 🙂

 

 

 

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