Nach den Sternen greifen

Wo sind unsere Träume hin?

Als Kinder haben wir immer gespielt, ohne darüber nachzudenken, ob wir hinfallen und uns verletzen könnten. Wenn es soweit war, haben die einen das laute Weinen angefangen, andere sind wieder aufgestanden, haben sich den Dreck abgewischt und einfach weiter gemacht.

Die alltäglichen Dinge im Leben waren schön. Man war frei. Warum aber war man frei?

Die Eltern haben sich um einen gekümmert. Die Freunde haben dir nicht jeden Tag von ihrem miesen Alltagsleben erzählt oder sich den Kopf darüber zerbrochen, was er oder sie machen.

Alles, was man als Kind gemacht hat, war, sich auf eine Sache zu konzentrieren. Spaß haben.

Wir haben den Fokus verloren

Wenn du einen Frosch ins heiße Wasser wirfst, dann springt er sofort raus. Wenn du ihn aber in Wasser mit normaler Temperatur setzt und jeden Tag das Wasser ein wenig erhitzt, dann stirbt er irgendwann, ohne es zu merken.

Als Kinder haben wir viel öfter geträumt. Nach den Sternen greifen, war wie ein Spiel für uns, als wir nachts, draußen auf einer Wiese lagen, ohne Angst zu haben, dass wir uns vielleicht eine Erkältung einfangen, damit wir bloß fit sind für morgen. Wir wollten etwas werden. Etwas erreichen. Wir haben nicht daran gezweifelt, dass wir es können.

Nach und nach aber  haben die Eltern angefangen dir einzureden, dass du nur etwas werden kannst, wenn du diese und jene Ausbildung oder ein Studium absolvierst. Deine Freunde oder Feinde in der Schule haben dir eingeredet, dass du dies oder das nicht kannst.

Als Kinder sind wir extrem aufnahmefähig. Wir haben diese Wörter in uns aufgenommen wie ein Schwamm und in unser Leben integriert und uns zu dem gemacht, was andere über uns gesagt haben.

Wir wollten nach den Sternen greifen. Aber mit jedem Argument, das andere von sich gelassen haben, sind diese Sterne weiter in die Ferne gerückt.

Glück  und Freiheit

Wenn man heute zu jemandem sagt „nach den Sternen greifen„, dann fragt er dich „meinst du Mercedes Sterne?

Wir sind materialistisch und abhängig von den Meinungen anderer geworden. Das heißt, dass wir nicht mehr selber entscheiden, ob wir Spaß haben oder nicht. Unsere Freiheit ist abhängig von unseren Lehrern oder unseren Arbeitgebern. Wenn wir uns Schuhe kauften, mussten wir darüber nachdenken, was andere von den Schuhen dachten, damit wir Bestätigung finden.

Als wir dann zu den Leuten hingingen, fragten wir sie „Wie findest du die Schuhe?

Wenn sie mit einem „Ja“ antworteten, waren wir glücklich.

Sobald sie mit einem „Nein“ antworteten, waren wir unglücklich.

Ich glaube, deutlicher kann man seine Abhängigkeit zu den Meinungen anderer nicht machen.

Wir müssen „nach den Sternen greifen.“

Uns jeden Tag vor Augen halten, dass das Leben viel zu kurz ist, um es für andere zu leben.

Wir müssen endlich eine Entscheidung treffen und unser Leben verändern.

Isa

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Thema von Anders Norén